Nutzungsbedingungen für das Internetportal Netzzugang der LEW Verteilnetz GmbH

1. Allgemeines, Anwendungsbereich

Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) ermöglicht registrierten Nutzern (Installateuren), online über das Internetportal Netzzugang (IPN) die Errichtung, Veränderung/Erweiterung und Demontage von Netzanschlüssen im Verteilnetz der LVN sowie die Inbetriebsetzung von Netzanschlüssen zu beantragen (elektronische Antragstellung).

Neben dem elektronischen Verfahren über das IPN können Anträge auch weiterhin sowohl per Fax als auch auf dem Postweg an die LVN übersandt werden. Die LVN bevorzugt allerdings die elektronische Antragstellung. Die LVN behält sich vor, künftig auf die ausschließliche Verwendung des elektronischen Verfahrens umzustellen.


2. Voraussetzungen für die Nutzung des IPN

Die Inbetriebsetzung von elektrischen Anlagen des Kunden darf nur durch im Installateurverzeichnis der LVN eingetragene Installationsunternehmen durchgeführt werden. Aus der Eintragung im Installateurverzeichnis der LVN folgt automatisch auch die Berechtigung zur Nutzung des IPN. Die Zugangsdaten für das IPN sind die LEW-Installateurnummer und ein Initialpasswort. Das Initialpasswort wird dem Installateur bei der Erstanmeldung per E-Mail an die bei der LVN hinterlegte E-Mail-Adresse zugesandt.

Bei Wegfall der Zulassung als eingetragener Elektroinstallateur oder mit Löschung der Eintragung im Installateursverzeichnis der LVN, bei Verstoß gegen geltende Rechtsvorschriften und behördlichen Verfügungen sowie den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere den DIN VDE Normen, Technischen Anschlussbedingungen (TAB) und sonstigen besonderen Vorschriften der LVN, ist die LVN berechtigt, die Nutzungsberechtigung für das IPN zu entziehen und den Zugang zu sperren.

Für die Nutzung des IPN ist ein Internetzugang mit einem aktuellen Browser erforderlich. Der Installateur ist für die von ihm eingesetzte Hard- und Software sowie die von ihm genutzten Kommunikationswege verantwortlich. Die Kosten für die Datenübermittlung trägt der Installateur.


3. Elektronische Antragstellung über das IPN

Die elektronische Antragstellung erfolgt über das jeweilige elektronische Formular auf der Internetseite der LVN. Die LVN behält sich vor, die elektronischen Formulare bei Bedarf anzupassen, neue zu erstellen und bestehende zu löschen. Der Installateur wird bei jeder relevanten Änderung informiert.

Der Installateur ist verpflichtet, die erforderlichen Vollmachten des Antragstellers, des Grundstückseigentümers sowie sonstiger beteiligter Personen selbst einzuholen. Im Antragsstellungsprozess muss durch den Installateur das Vorliegen aller erforderlichen Vollmachten bestätigt werden. Auf Verlangen der LVN hat der Installateur das Vorliegen der Vollmachten nachzuweisen.

Alle für die Bearbeitung der Anträge erforderlichen Unterlagen (z.B. Lageplan, Datenblatt) müssen dem Antrag elektronisch beigefügt (hochgeladen) werden.

Alle in das Onlineformular eingegebenen Daten müssen sorgfältig geprüft werden. Die LVN übernimmt keine Haftung für fehlerhafte oder nicht lesbare Eingaben.

Nach Eingang eines Antrags bei der LVN eingegangen ist, erhält der Installateur eine Bestätigungs-E-Mail. Anträge gelten nur dann als bei der LVN eingegangen, wenn dem Installateur die Bestätigungs-E-Mail über den Eingang des Antrags zugegangen ist. Erhält der Installateur keine Bestätigung, muss der Antrag wiederholt werden.

Bei Einreichung fehlerhafter oder unvollständiger Unterlagen wird der Antrag abgewiesen und der Installateur erhält eine entsprechende Hinweis-E-Mail. In diesem Fall muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Wurde ein ordnungsgemäßer Antrag über das IPN gestellt, wird dem Installateur in Textform eine Vorgangsnummer übermittelt. Diese Vorgangsnummer muss bei allen weiteren Maßnahmen zu demselben Vorgang immer mit angegeben werden.

Sind nach der erstmaligen Beantragung Änderungen oder Ergänzungen zu einem Vorgang notwendig, muss der Installateur an die LVN einen weiteren elektronischen Antrag mit Nennung der entsprechenden Vorgangsnummer übermitteln.


4. Fertigmeldung/Inbetriebsetzungsauftrag

Der Inbetriebsetzungsauftrag darf erst versendet werden, wenn alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind und die Anlage durch den Netzbetreiber in Betrieb gesetzt werden kann. Abweichend hiervon ist bei temporären Anschlüssen (z. B. Baustrom) der Inbetriebsetzungsauftrag gemeinsam mit der Beantragung des Anschlusses zu übermitteln.


5. Datenschutz und Geheimhaltung

Die im Rahmen des Antragstellungsverfahrens/Inbetriebsetzungsverfahrens übermittelten Dokumente sowie weitere Daten - auch des Installateurs -, die zur ordnungsgemäßen Bearbeitung erforderlich sind, werden von der LVN gespeichert und archiviert. Diese Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung des Antrags- und Inbetriebsetzungsverfahrens genutzt. Die Anfertigung von Kopien ist zum Zwecke der Durchführung des laufenden Verfahrens erlaubt.

Unsere Datenschutz-Information, insbesondere mit weitergehenden Informationen zu Ihren Datenschutzrechten, wie Auskunft, Löschung sowie Einschränkung der Verarbeitung (Sperrung für bestimmte Zwecke), finden Sie unter https://www.lew-verteilnetz.de/stromnetz/netzzugang-und-messung/grundlagen

Der Installateur ist verpflichtet, die Zugangsdaten (Zulassungsnummer und Installateursnummer ) gegenüber unbefugten Dritten geheim zu halten und diese nicht weiterzugeben. Für den Fall, dass die Zugangsdaten einem unbefugten Dritten bekannt geworden sind, hat der Installateur dies der LVN unverzüglich mitzuteilen.

Die Geheimhaltung muss durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen erfolgen, so ist beispielsweise der Zugriff auf den vom Installateur zur Nutzung des IPN verwendeten PC durch einen Benutzernamen und ein Passwort zu schützen. Der Installateur trägt dafür Sorge, dass seine Mitarbeiter die Daten ebenfalls geheim halten und er wird die Daten nur von Mitarbeiten erheben, verarbeiten oder nutzen lassen, die auf das Datenschutzgeheimnis verpflichtet worden sind. Sollte der Installateur oder ein Mitarbeiter davon Kenntnis erlangen, dass die Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Zugangsdaten, z.B. das Passwort, unbefugten Dritten bekannt geworden ist, hat der Installateur unverzüglich eine Änderung des Passwortes vorzunehmen. Der Installateur verpflichtet sich, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten des Antrag- und Inbetriebsetzungsverfahrens zu gewährleisten.

Sollte die LVN von einem Dritten wegen einer Datenschutzverletzung in Anspruch genommen werden, wird der Installateur die LVN von solchen Ansprüchen freistellen, die auf einer Verletzung beruhen, die im Verantwortungsbereich des Installateurs liegen.

Alle Daten des Nutzers, die sich auf den Servern zum IPN befinden, sind durch hintereinander geschaltete Sicherheitssysteme vor dem Zugriff Unberechtigter gesichert. Die Mitarbeiter der LVN und die von LVN beauftragten System-Dienstleister überprüfen die Wirksamkeit des Schutzes regelmäßig.


6. Haftung

Für eventuell falsch wiedergegebene oder unvollständige Informationen sowie für die ständige Erreichbarkeit der Website übernimmt die LVN keine Haftung (einschließlich der Haftung gegenüber Dritten).


7. Nutzungsbedingungen

LVN ist berechtigt, den Inhalt dieser Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung zum IPN zu ändern. In diesem Fall wird LVN dem Nutzer die geänderten Nutzungsbedingungen in Textform zur Verfügung stellen.

Version: 2.1.3